Das fünfte Lieblingsgericht des Korean Girls
Kimtchi-Chigae: Wenn das Essen aus allen Poren läuft…
Von Sun-Mi Jung für R2-Blogger

Foto: © by avlxyz
Mittlerweile kann man Kimtchi natürlich auch auf dem Markt kaufen.
Essen aus dem großen Gemeinschaftstopf
Isst man Kimtchi-Chigae privat und in familiärer Runde, gibt es in der Regel auch keinen Einzel-Topf, sondern die ganze Tischgesellschaft teilt sich einen großen Gemeinschaftstopf. Nach abendländischem Verständnis nicht unbedingt westlich vornehm. Aber dafür sehr gesellig! Probieren Sie es einfach einmal aus.

Foto: © ZenKimchi
Steht im Mittelpunkt einer koreanischen Reistafel: Kimtchi-Chigae.
Was alles so in einer Kimtchi-Chigae drin ist...
Jetzt will ich Sie aber nicht weiter auf die Folter spannen, sondern endlich erklären, was denn so alles in einer guten Kimtchi-Chigae drin ist. Zunächst einmal eine gute Portion Kimtchi. Am Besten hausgemacht. Zweites Kriterium: Das Kimtchi darf nicht zu frisch sein. Es sollte schon ein wenig “abgestanden” sein. Dann ist der Geschmack sehr viel intensiver, weil alle Aromen schön durchgezogen sind und sich ganz viele Milchsäurebakterien gebildet haben. Dann, je nach Geschmack, Rind- oder Schweinefleisch, Meeresfrüchte, Fisch, Tofu und Frühlingszwiebeln. Aufgekocht wird das Ganze mit Wasser, gewürzt mit bräunlich-gelber Sojabohnenpaste oder roter Peperonipaste. Am zweiten oder auch dritten Tag aufgewärmt, schmeckt das Ganze noch viel besser. Wie bei einem westlichen Eintopf auch.
Und so macht man Kimtchi-Chigae:
300 g Schweinebauch (bzw. Meeresfrüchte oder auch Fisch)
450 g Kimtchi, nicht zu frisch
Einen halben Block Tofu
Ein halbes Bund Frühlingszwiebeln
1250 ml Wasser
Braune Sojabohnenpaste (Doenjang)
Schweinebauch in mundgerechte Stücke schneiden, im Topf anbraten. Kimtchi, ebenfalls kleingeschnitten, dazugeben. Mit Wasser ablöschen und köcheln lassen. Tofu und Frühlingszwiebeln klein schneiden und dazu geben, mit Sojabohnenpaste abschmecken. Weitere 30 Minuten köcheln lassen, fertig!
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Foto: © by miyagawa
Rote Peperonipaste sorgt für die frische rote Farbe.
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Kommentare
leider hast Du Recht und koreanisches Essen ist hierzulande eher unbekannt.
Umso mehr freue ich mich, wenn ich Deutsche treffe, die koreanisches Essen nicht nur bereits kennen, sondern auch schätzen! Ist mir übrigens gestern erst wieder passiert. Und natürlich wurde ich auch sofort nach einem guten koreanischen Restaurant gefragt.
Die Unbekanntkeit der koreanischen Küche hat bestimmt mehrere Gründe. Zum einen wissen ja viele Deutsche bis heute sehr wenig über das Land. Ich glaube, in den USA ist das schon anders. (Koreakrieg, etc.). Dort ist "Korean Barbecue" (Bulgogi!) auch ein geläufiger Begriff.
Zum anderen schmeckt koreanisches Essen zwar hervorragend. Aber die meisten Europäer müssen sich dann doch an den sehr exotischen Geschmack gewöhnen. Viele Zutaten (Algen, einige Gemüsearten, Reiskuchen, Eichelgelee, etc.) sind hierzulande zudem vollkommen unbekannt und erklärungsbedür ftig.
Und kann kommen natürlich noch die ungewöhnlichen Tischsitten dazu ;-)
Viele Grüße aus Dortmund,
Sun-Mi
bei diesem Sommer kann man glatt mal was Heisses vertragen....;-). Da geht doch nichts über einen feinen koreanischen Kimchi-Eintopf.
Leider haben es die Koreaner nicht geschafft, diese leckeren und vor allem gesunden Gerichte, auf dem europäischen Kontinent marktgerecht zu vermarkten. Koreanisches Essen ist doch noch so eine Art Essen für Insider oder Liebhaber (Liebhaber wird man aber meisst dadurch, dass man einmal die koreanische Küche probiert). Im Vergleich zum Sushi der japanischen Küche, stehen wir mit unseren Gerichten vom Bekanntheitsgra d hinten dran.
Vielleicht liegt das auch daran, dass bei uns alles etwas "rustikaler" und einfacher ist, von der Präsentation bis zum Verzehr?
Naja, hauptsache schmecken muss es!
Gruss,
Andreas
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