Westfalenhallen: 17. Internationale Tattoo und Piercing Convention
Tätowierungen - So alt wie die Menschheit
Von Sun-Mi Jung für R2-Popsmart
Fotos:Jung
Jede Menge prächtiger Tätowierungen konnte man in den Westfalenhallen bewundern.
Dortmund. Tätowierungen sind so alt, wie die Menschheit. Jedenfalls fast. Ötzi, der 5000 Jahre alte Mann aus dem Gletscher (nicht der aus der Schlagerparade!), trug bereits Tattoos. Im Norden Chiles wurden sogar 7.000 Jahre alte Mumien gefunden, die tätowiert waren. Viele alte Völker entwickelten unabhängig voneinander die Kunst des Tattoos und verschönerten und markierten damit ihren Körper. Wie Tattoos in der heutigen Welt aussehen, zeigte die 17. Internationale Tattoo und Piercing Convention in Dortmund. R2-Popsmart war dabei, um die besten Bilder einzufangen. Ein R2inside-Tattoo ließ sich Popsmart jedoch nicht stechen. Vielleicht beim nächsten Mal…
Mitgliedszeichen, Schmuck oder Protestaktion
Tätowierungen sind heute Mitgliedszeichen, rituelles oder sakrales Symbol, stehen für Abgrenzung und Exklusivität, sind selbstverständlich Schmuck, Ausdruck von Protest (Punk), ein Erkennungszeichen für (Ex-)häftlinge oder drücken sogar politische Einstellungen aus. Die Funktionen und Bedeutungen sind nahezu unendlich.
Seit den 1990er Jahren sind Tätowierungen im Mainstream angekommen und haben über die Jugendkultur den Sprung aus dem Dunstkreis von Matrosen und Sträflingen genommen. Waren in den 90er Jahren Tribals besonders verbreitet (Arschgeweih!), gehörten zeitweise Oldschool-Motive wie klassische Seemannsmotive zur aktuellen Mode. Auch bei Geeks und Nerds sind Tattoos mittlerweile angekommen, die sich für ihre ewige Verschönerung natürlich vorzugsweise Motive aus dem akademischen und Computer-Bereich aussuchen.
Ganz im Zeichen von Tattoos und Piercings stand die 17. Internationale Tattoo und Piercing Convention in Dortmund. Rund 300 Tätowierer und etwa 1.000 Aussteller zeigten drei Tage lang in den Westfalenhallen die neuesten Trends, zu denen zum Beispiel fotorealistische Tattoos gehören. „Vor fünf Jahren waren solche Tattoos noch unmöglich“, so die Veranstalter.“
Und wie vielfältig die Szene geworden ist, zeigten allein schon die Gaststars der Convention: Rocker, Sänger und Dschungelcamp-Promi Martin Kesici führte lässig durch das Bühnenprogramm. Spitzensportler und Handball-Legende Stefan Kretschmar besuchte die Convention und auch Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke, ein bekennender Tattoo-Fan, war dabei.
Lesen Sie auch:
Tattoo Convention 2011 in Grefrath






















