Kai Riese und „Run of the Mill“ – Coverband mit Leidenschaft
"Bundesliga ist nicht so unser Ding“
Von Ramona Walter für R2-Popsmart

Foto: Run of the Mill
An der Gitarre: Ralf Scheiber, der dem jungen Publikum ordentlich einheizen kann.
Der Spaß an der Musik verbindet
Wir harmonieren einfach super! Spaß an der Musik verbindet eben!“ meint Hilarius – oder Hilli wie eigentlich alle sagen. Zumindest was die Optik angeht, steuert der Drummer den größten Anteil Rockabilly bei. „Hilli sagt nicht viel,“ erklärt Papa Manni, „aber setz ihn hinter ein Schlagzeug und dann zeigt er schon, was er zu sagen hat.“ und gibt seinem Sohn einen kräftigen Schlag auf die Schulter.
Die anderen Vier standen schon mit verschiedenen Bands auf der Bühne. Sängerin Katja ist dennoch vor jedem Auftritt furchtbar aufgeregt – kaum zu glauben, hört man die gewaltige Stimme, die aus der Frau mit dem roten Lockenkopf herauskommt. „Ich habe jedes Mal vor dem Auftritt Angst, die Leute könnten es schlecht finden – egal wie oft mir versichert wird, es sei super!“
Auf der Bühne angekommen, merkt man der Sängerin aber nichts mehr davon an. Eine lange Lockenpracht ziert auch Sänger Kai. Die wird allerdings bei Auftritten regelmäßig durch einen Hut geziert. „Den haben wir auch schon nach Auftritten rumgehen lassen. Anfangs war der Hut mehr wert als der Inhalt – aber der Hut war auch sehr teuer!“ witzelt Kai und zeigt sein breites Grinsen.
Wenn der Vater mit dem Sohne...
Doch wenn das Familienoberhaupt nicht gleich Frontmann ist, kommt da nicht schnell Zank auf? „Kleine Stänkereien gibt es schon zwischendurch, aber wenn Papa halt falsch einsetzt und es nicht einsehen will, entscheidend im Zweifel eben der Frontmann wie es gemacht wird“, meint Kai und lacht.
Mit der Familie zu musizieren ist eben eine feine Sache – insbesondere wenn man ein hauseigenes Tonstudio im Keller hat. Hier haben schon große Künstler zu Manfred Rieses aktiver Zeit als Toningenieur ihre Platten aufgenommen.
Manche von ihnen haben auch mit einer Demo-CD wie „Run of the Mill“ gestartet, bevor sie große Hallen gefüllt haben. Beste Voraussetzungen also. Was die Band noch aufhält? „Jetzt nichts mehr!“ ist Kais Antwort mit einem noch breiteren Lachen. „Aus gesundheitlichen Gründen waren wir längere Zeit nicht auf der Bühne zu sehen und haben uns erstmal in den Proberaum zurückgezogen.“ Und fügt mit einem Augenzwinkern Richtung Papa hinzu: „Das kommt davon, wenn man mit alten Leuten Musik macht.“

Foto: Run of the Mill
Familienoberhaupt Manfred Riese am Bass. Aber bei Run of the Mill gibt sein Sohn und Frontmann Kai den Ton an.
Eine kleine Tour durch die R2-Region
„Im Moment versuchen wir wieder eine kleine Tour durch die Region auf die Beine zu stellen. Einige Orte stehen schon. Auch große private Veranstaltungen stehen dieses Jahr auf dem Programm, was uns besonders freut!“ Die nächste Gelegenheit „Run of the Mill“ live zu erleben, gibt es am 25. Februar ab 20 Uhr im Kulturrat Bochum – mit Hut und ganz sicher ohne Bundesliga.
www.kulturrat-bochum.de"Run of the Mill“:
Herkunft: Castrop-Rauxel
Gründungsjahr: 2008
Initiator und Frontmann: Kai Riese
Funktion innerhalb der Band: Strippenzieher und "Tastenklopper"
Stilrichtung: Alles, was sie können – manchmal mehr
Nächster Auftritt: 25. Februar, 20 Uhr, Kulturrat Bochum
Mehr Infos im Web: www.runofthemill.de
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