Die Top Ten der R2-Kleiderständer-Klassiker: Folge 1
Das Hohelied der Jeans
Von Peter Joerdell für R2-Stilikone

Fotos: © Sherry Zhang
Auch mit einer Jeans (oder dem, was davon übrig ist) kann es in einer unbequemen Lage zu Problemen kommen.
6. Sie sehen sogar mit Flecken gut aus.
Eine Jeans ist das einzige Kleidungsstück, über das man sich morgens Kaffee kippen kann, ohne dass man schreiend in die Wohnung zurückrennen muss, um wie ein geölter Blitz Ersatz zu beschaffen und das Teil in die Wäsche zu stopfen. Denn Jeans sehen sogar mit Flecken, Fransen und Löchern gut aus. Ob man sie dann noch zu Sakko und Binder tragen kann, hängt eigentlich nur davon ab, wer drinsteckt. Mit dem richtigen Geist getragen, geht hier fast alles.
7. Sie sind einfach praktisch, bei der Wäsche angefangen.
Es ist fast unmöglich eine Jeans durch falsches Waschen zu ruinieren, was sie einfach praktisch macht. Andere Faktoren: In der Regel fünf Taschen, in die normalerweise auch noch eine Menge reingeht. Ziemlich viel für eine einfache Hose. Die kleine Tasche in der rechten vorderen Hosentasche, von vielen heute als Fach für Kleingeld oder USB-Sticks etc. benutzt, ist übrigens ein Atavismus aus der Evolution der Jeans. Tatsächlich diente sie ursprünglich als Tasche für – eine Uhr! Denn als Levi Strauss seine Arbeitshosen entwickelte, gab es noch keine Armbanduhren. Wer aber im Schweiße seines Angesichts arbeitete, trug dann in der Regel keine schicke Weste mehr, in der er seine Taschenuhr verstauen konnte. Daher diese kleine Tasche, damit jeder wusste, was die Stunde geschlagen hatte.

Fotos: © Cullen328 photo by Jim Heaphy
Der Ursprung eines Phänomens: Mit Levi Strauss hat alles angefangen.
8. Man muss sie nicht bügeln.
Sicher, es mag Spezialisten geben, die das tun. Aber ehrlich, mir reicht es, meine Hemden zu bügeln. Mehr muss hierzu nicht gesagt werden. Jeans – die bügelfreie Hose. Ein Hurra für diesen Befreiungsschlag gegenüber der Menschheit!
9. Jeans verzeihen in der Regel alles.
Egal ob Clubbesuche, Rockkonzerte, Gartenarbeit, Renovierungen, Wanderungen querfeldein durchs Gelände – man kann in einer Jeans in der Regel alles machen und es ist ihr herzlich egal. In einer Bundfalten- oder Cordhose sieht das alles unter Umständen ganz schön anders aus. Und bei Jeans kommt langfristig idealerweise ja sogar noch Punkt 2 zum Tragen.
10. Jeans gehören zur globalen Kultur des 21. Jahrhunderts.
Ein Urteil, das Dr. Michio Kaku, einer der bekanntesten Physiker und Futurologen der USA gefällt hat. Das Entstehen einer globalen Kultur, einer geeinten Menschheit lasse sich auch an kulturellen Parametern auf planetarer Ebene festmachen, so Kaku – dazu zählte er Sneakers, Blue Jeans, Rock’n’Roll. Also drei Aspekte, in denen das R2-Team auf keinen Fall widersprechen möchte. Und wieder ein Punkt für die Hüfthosen aus Denim-Stoff!

Fotos: © Anamix257
Sind auch im zwischenmenschlichen Bereich nie im Weg und entspannen jede Situation: Jeans sind eben ein zuverlässiger Begleiter in allen Lebenslagen.
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